Marienkäferhotel kaufen was man wissen und beachten muss.

Hier erfahren sie alles was sie wissen müssen wenn sie sich ein Marienkäferhotel kaufen möchten:

Marienkäfer sitzt auf einer Gelben Blume. Ratgeber wenn man ein Marienkäferhotel kaufen möchte.

Marienkäfer

Der Marienkäfer stellt einen der beliebtesten Nützlinge überhaupt dar. Sein Name stammt sogar aus dem Mittelalter, als die Bauern den Käfer für ein Geschenk der Heiligen Maria sahen. Zu der Hauptspeise der Marienkäfer gehören nämlich Blattläuse, an denen sich die süßen Käfer nicht sattfressen können. Wer ihnen eine Übernachtungs- und Überwinterungsmöglichkeit anbieten möchte und dadurch gleichzeitig auf natürliche Weise das ökologische Gleichgewicht in seinem Garten fördern will, sollte sich unbedingt einMarienkäferhaus, bzw. ein Marienkäferhotel kaufen.

Was ist ein Marienkäferhotel?

Marienkäferhotel aus Holz.

Ein Marienkäferhotel oder ein Marienkäferhaus stellt die ideale Möglichkeit dar, den Marienkäfern im eigenen Garten ein Quartier anzubieten, welches diese meist dazu nützen, um darin zu übernachten oder sogar zu überwintern. Denn ein geordneter Garten, in dem Laubreste und Strauchschnitt in der Biotonne landen, bietet leider nicht gerade viele Möglichkeiten für die Marienkäfer, eine Bleibe für sich zu finden. Will man die Marienkäfer in seinem Garten behalten und diesen trotzdem weiterhin ordentlich halten, kann man für die kleinen Nützlingen einfach zum Ausgleich ein Marienkäferhotel kaufen, dass diese sicherlich gern nutzen werden.

Top Marienkäferhotels

Wo sollte man ein Marienkäferhotel aufstellen?

Ein Marienkäferhotel oder ein Marienkäferhaus kann entweder in den Boden gesteckt, oder, noch besser, über dem Boden aufgehängt werden. Der Standort sollte sich in der Nähe von Pflanzen befinden, die häufig von den Blattläusen heimgesucht werden, da diese zu den Lieblingsspeisen der Marienkäfer gehören. Wer ein Marienkäferhotel kaufen will, muss dafür sorgen, dass die Marienkäfer ausreichend zu fressen haben. Da Marienkäfer die Sonne lieben, sollte das Marienkäferhaus in die Südortrichtung ausgerichtet werden. Ein sonniger oder ein halbschattiger Standort, welcher vom Regen geschützt ist, ist deshalb für ein Marienkäferhaus ideal.

Wann sollte man ein Marienkäferhotel aufstellen?

Das Marienkäferhotel sollte unbedingt vor dem Winter, am besten schon im Herbst, aufgestellt werden. Ansonsten kann das Marienkäferhotel das ganze Jahr über im Garten aufgestellt werden, da es von den Marienkäfern auch gern zum Übernachten genutzt wird.

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Was benötigt der Marienkäfer um nisten zu können?

Ein Tannenzapfen steht auf einem Stein. Marienkäfer schlafen gerne in Tannenzapfen

Marienkäfer Übernachten gerne in Tannenzapfen

Der Marienkäfer ist äußerst empfindlich auf die im Garten häufig zum Einsatz kommenden Pestizide. Wer ein Marienkäferhotel kaufen will, muss auf Pestizide im Garten verzichten. Der Marienkäfer baut kein Nest. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Marienkäferhaus für die Marienkäfer nicht hilfreich ist und man daher kein Marienkäferhotel kaufen soll. Denn die Marienkäfer brauchen jede Nacht aufs Neue einen geeigneten Unterschlupf. Außerdem brauchen sie einen geeigneten Platz für die Überwinterung. In der Natur übernachten die Marienkäfer meist an Standorten, die ein schützendes Dach zur Verfügung stellen, aber auch in Tannenzapfen. Aus diesem Grund werden für das Marienkäferhaus gern Tannenzapfen als Füllmaterial verwendet. Daneben kommen auch Pinienrinde und Stroh in Frage. Pflanzen, die oft von Blattläusen befallen werden, sollten sich in unmittelbarer Nähe des Marienkäferhauses befinden. Denn sobald die Winterruhe vorüber ist, fangen die Marienkäfer an, sich zu paaren. Danach suchen sich die befruchteten Marienkäfer Blätter aus, um Eier zu legen.

Wann schlüpfen die Marienkäfer Larven?

Marienkäfer Larve sitzt auf einem Blatt

Die Larve eines Marienkäfer

Die Marienkäferweibchen legen im Durchschnitt bis zu 400 Eier an verschiedene Plätze, an denen ausreichend Blattläuse zur Verfügung stehen. Manche Arten legen sogar bis zu 2000 Eier. Die Legezeit findet von April bis Mai oder Anfang Juni statt. Die Eier sind gelb und oval. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven und beginnen sofort mit dem Fressen. Da die Eier in unmittelbarer Nähe der Blattäuse gelegt werden, können die Larven sofort Nahrung finden. Anschließend häuten sich die Larven dreimal über die kommenden zwei Wochen hinweg. Die Larven verpuppen sich anschließend und es dauert um sechs bis acht Tage bis die erwachsenen Marienkäfer der Puppenhülle entsteigen. Die Flügel der Marienkäfer sind zu Beginn gelblich und weisen keine Punkte auf. Doch der Marienkäfer sucht sich einen geschützten Ort, an dem die Flügel trocknen und härten können, sodass die Punkte innerhalb paar Stunden sichtbar werden. Die Größe des Marienkäfers kann, je nach Art, von einem bis zu zwölf Milimeter variieren.

Was heißen die Punkte auf dem Rücken des Marienkäfer?

Viele Menschen glauben, dass die Punkte auf dem Rücken des Marienkäfers auf das Alter des Marienkäfers hinweisen. Doch die Anzahl der Punkte verändert sich das ganze Leben lang nicht und weist auf die Art des Marienkäfers hin. Denn weltweit gibt es etwa 6000 verschiedene Arten Marienkäfer. Diese unterscheiden sich voneinander optisch sowohl durch ihre Farbe, als auch durch die Form und die Anzahl der Punkte auf dem Rücken. So wurden einige Arten der Marienkäfer nach den typischen Punkten, bzw. der Anzahl derselben, benannt. Die bekanntesten unter ihnen sind sicherlich der Siebenpunkt-Marienkäfer (lat. Coccinella septempunctata) und der Zweipunkt-Marienkäfer (lat. Adalia bipunctata). Ansonsten sind in Deutschland um 80 verschiedene Arten der Marienkäfer heimisch. Neben den Marienkäfern mit zwei oder sieben Punkten lebt in Europa mittlerweile auch der Asiatische Marienkäfer (lat. Harmonia axyridis), welcher 19 Punkte auf dem Rücken vorweisen kann. Ansonsten kann die Punktzahl, je nach Art, bis zu 24 Punkte betragen.

Videos über den Marienkäfer

Wie alt wird ein Marienkäfer?

Die Lebenserwartung der Marienkäfer hängt von der jeweiligen Art der Marienkäfer ab. Im Durchschnitt werden Marienkäfer jedoch ein bis zwei Jahre alt. Manche Arten können sogar drei Jahre alt werden. Die für den mitteleuropäischen Raum typischen Marienkäferarten überwintern allerdings in der Regel nur ein Mal.

Wodurch werden Marienkäfer angelockt?

In der Natur gibt es Marienkäfer überall dort, wo ausreichend Nahrung für sie zu finden ist. Oft wünschen sich viele Menschen Marienkäfer in ihrem Garten, doch diese lassen sich nicht blicken, obwohl ausreichend Blattläuse und andere Nahrungsquellen für die Marienkäfer zur Verfügung stehen. Will man die Nützlinge in seinen Garten locken, sollte man gänzlich auf die Verwendung von Pestiziden verzichten, denn die Ursache für das Ausbleiben der Marienkäfer im Garten bafindet sich meist gerade darin. Zu geordnete Gärten, in denen keine Pflanzen wachsen, die von Blattläusen heimgesucht werden, üben keine Anziehungskraft auf die Marienkäfer aus. Daher sollten im Garten Ringelblume, Löwenzahn, Scharfgarbe, Steinkraut und Buchweizen nicht fehlen. Daneben mögen die Marienkäfer auch Senf, Strandflieder, Kosmee, Klatschmohn sowie Fenchel, Kümmel, Dill, Schnittlauch, Kamille und Echten Koreander. Es ist dabei wichtig, dass die im Garten befindlichen Kräuter auch blühen dürfen.
Außerdem kann man die Marienkäfer auch käuflich erwerben oder die gefunden Exemplare mit in den eigenen Garten nehmen. Anschließend kann man ein Marienkäferhotel kaufen und es ihnen als Quartier anbieten.

Wovon ernähren sich Marienkäfer?

Marienkäfer sitzt auf einem Blatt und frisst Blattläuse

Marienkäfer fressen gerne Blattläuse

Marienkäfer ernähren sich überwiegend von Blattläusen. Doch auf ihrem Speiseplan finden sich zudem auch noch Schildläuse, Spinnmilben, Wanzen und andere Pflanzenschädlinge. Schmetterlingslarven und Mehltau- und Schimmelpilze werden ebenfalls von den Marienkäfern vertilgt. Daneben ernähren sich die Marienkäfer auch von Pollen. Im Durchschnitt werden von einem Marienkäfer vier Blattläuse pro Stunde verspeist. Am Tag schafft es ein Marienkäfer, zwischen 100 bis 150 Blattläuse zu fressen. Eine Marienkäferlarve verspeist während ihrer Entwicklung bis zu 3 000 Blattläuse.

Wofür sind Marienkäfer nützlich?

Marienkäfer sind sehr nützliche Blattlausjäger. Zudem verspeisen sie effizient noch eine ganze Menge an anderen Pflanzenschädlingen. Aus diesem Grund werden sie sogar gezielt zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Zu diesem Zweck wurde der Asiatische Marienkäfer Ende des 20. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Beispielsweise bekämpft dieser im Vergleich zu den heimischen Zwei- und Sieben-Marienkäfern effektiver Holunderblattläuse, die wegen Absonderung bestimmter Giftstoffe von den heimischen Marienkäfersorten eher gemieden werden. Im Gegensatz dazu stören die Giftstoffe die Asiatischen Marienkäfer keinesfalls und die Holunderblattläuse sind unter dieser Sorte sogar beliebt. Ein Marienkäferhotel kaufen bedeutet also zugleich, für die Schädlingsbekämpfung im eigenen Garten zu sorgen. Denn wer Marienkäfer in seinem Garten hat, kann auf Pestizide sogar völlig verzichten.

Gibt es verschiedene Marienkäfer?

Marienkäfer gibt es nicht nur in verschiedenen Arten. Jede dieser Art hat im Laufe der Zeit nämlich verschiedene Varianten und Formen gebildet. So hat der Vierundzwanzigpunkt-Marienkäfer (lat. Suboccinella vigintiquatuorpunctata), auch Luzerne-Marienkäfer genannt, mittlerweile 4 000 einzelne Farben und Formen entwickelt, in denen die Marienkäfer dieser Art beobachtet werden können. Ansonsten variiert deren Größe zwischen anderthalb und zwölf Milimeter.

Gibt es gefährliche Marienkäfer?

Für den Menschen gefährliche Marienkäfer gibt es nicht. Doch lange Zeit wurde befürchtet, der Asiatische Marienkäfer könne die heimischen Marienkäferarten ausrotten, da selbst andere Marienkäfer, auch die arteigenen, auf seinem Speiseplan zu finden sind. Außerdem befürchtete man, diese Art des Marienkäfers könne im Obst- und Weinanbau Schäden anrichten und den Weingeschmack durch deren Körperflüssigkeit verderben. Eine über drei Jahre andauernde Freilanduntersuchung, welche vom Julius-Kühn-Insitut durchgeführt wurde, setzte 2012 diesen Befürchtungen jedoch ein Ende. Denn bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass es keine Anzeichen für die Ausrottung der heimischen Marienkäferarten durch den Asiatischen Marienkäfer gibt. Außerdem belegten die Ergebnisse, dass die heimischen Marienkäferarten viel öfter für einen Fehlton des Weingeschmacks verantwortlich sind. Im Bereich des Obstanbaus richtet der Asiatische Marienkäfer nur vereinzelt Fressschäden an. Doch seine Rolle in der Bekämpfung der Blutlaus, der Hopfenlaus oder der Mehligen Apfelblattlaus übertreffen die eventuellen Schäden. Die Forscher der Universität Gießen entdeckten zudem, dass der Asiatische Marienkäfer unempflindlich gegenüber Krankheitserregern ist und sich in seinem Blut verschiedene Erreger und Substanzen befinden, die zukünftig für Medikamente gegen Malaria und Tuberkulose nützlich sein könnten.

Videos über den Marienkäfer

Überwintern Marienkäfer?

Marienkäfer neigen zu der sogenannten Aggregation für die Überwinterung. Unter diesem Begriff wird eine Gemeinschaftsüberwinterung verstanden. Zu diesem Zweck sammeln sich mehrere Marienkäfer an einer Stelle, um dort gemeinsam zu überwintern. Bereits im Herbst suchen sich die Marienkäfer Gleichgesinnte, um mit diesen gemeinsam überwintern zu können. Die ersten am Versammlungsort eingetroffenen Marienkäfer geben einen Duftstoff ab, von dem die anderen Marienkäfer angezogen werden. Die Anzahl der angesammelten Marienkäfer kann bis zu mehreren Hundert oder sogar Millionen Exemplaren betragen. Der Körper des Marienkäfers speichert Fett und Glykogen, sodass die Käfer während dem Winter davon zehren können. Während der Winterruhe werden die sämtlichen Körperfunktionen auf Minimum herabgefahren. Dank einer Art des körpereigenen Frostschutzmittels können den Marienkäfern Temperaturen bis zu -15° C nichts anhaben. Bei der Aggregation werden eine hypsotaktische und eine klimatotaktische Form unterschieden.

Die hypsotaktische Aggregation erfolgt aufgrund der Orientierung nach Strukturen, welche das umgebende Gelände überragen. Die Marienkäfer wählen in diesem Fall Hügel, einzelne Bäume oder Gebäude zum Überwintern aus. Wenn man einMarienkäferhaus, bzw. ein Marienkäferhotel kaufen will, sollte man dies bei der Aufstellung bedenken.

Die klimatotaktische Aggregation, wird durch die physikalischen Faktoren (Temperatur, Feuchtigkeit, Windströmung etc.) bestimmt. Eine solche Form der Aggregation kann dann beobachtet werden, wenn die Marienkäfer zum Überwintern Felsspalten, den Platz unter den Rollladenkasten o. Ä. auswählen. Sammeln sich die Marienkäfer in den Spalten und Ritzen an den Fenstern, was bei den Asiatischen Marienkäfern oft der Fall ist, kann es durchaus passieren, dass im Winter plötzlich Marienkäfer in der Wohnung erscheinen. Durch die Wärme im Inneren der Wohnräume können die Marienkäfer nämlich aus der Winterdominanz erwachen. Finden sie innerhalb kürzester Zeit nicht kühlere Bereiche, um die Winterdominanz fortzusetzen, zehren sie ihre Nahrungsreserven auf und verhungern. Aus diesem Grund kann ein Marienkäferhaus die ideale Lösung darstellen, um ein solches Szenario rechtzeitig zu verhindern. Wird den Marienkäfern nämlich frühzeitig ein alternativer Unterschlupf angeboten, muss man nicht damit rechnen, plötzlich einige Hundert Marienkäfer auf den Fensterbänken oder in den Rollladenkästen zu erblicken. Deshalb sollte dies ebenfalls bedacht werden, wenn man sich nicht entscheiden kann, ob man ein Marienkäferhaus, bzw. ein Marienkäferhotel kaufen soll oder nicht. Wer sich also einMarienkäferhotel kaufen möchte, kann diesen nützlichen Käfern dabei helfen, sicherer den Winter zu überstehen.

Marienkäfer überwintern bei uns in der Regel nur ein Mal. Der in Asien und Europa heimische und in Deutschland häufig verbreitete Vierzehnpunkt-Marienkäfer (lat. Propylea quatuordecimpunctata) und der Asiatischen Marienkäfer können jedoch unter Umständen auch zwei Mal überwintern.

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